Rasante Entwicklung im Handel dank Registrierkassen
Waren Mitte des letzten Jahrhunderts, ist ja noch gar nicht so lange her, noch vorwiegend kleine Geschäfte mit Registrierkasse in jedem Viertel, in denen der Kunde alles kaufte, was er zum täglichen Leben brauchte, hat die Entwicklung der Supermarkt Riesen diese kleinen Geschäfte mittlerweile verdrängt. Das leicht überschaubare, aber ausreichende Angebot reichte den Kunden bald nicht mehr. Im klassischen „Tante Emma“ Laden kannte man sich und konnte auch die Sozialkontakte pflegen bei einem netten Plausch am Tresen, aber ein große Auswahl hatte man dort nicht. Da gab es alles, was man für die traditionelle Küche brauchte, frisches Fleisch und Wurst kaufte man beim Fleischer, Obst und Gemüse beim Gemüseladen, Kartoffeln wurden meist in großen Mengen eingekellert, da sie zum täglichen Kochen gebraucht wurden. Nudeln oder Reis wurden nur selten aufgetischt, oder auch selbst gemacht, wie Spätzle oder Schupfnudeln. Die meisten Frauen waren tatsächlich noch zu Hause und kochten und putzten, ganz in der traditionellen Frauenrolle verhaftet. Da war durchaus mal Zeit für einen gemütlichen Einkauf und im kleinen Geschäft wurde per Hand oder mit einer mechanischen Registrierkasse alles aufaddiert und dann in die Geldschublade kassiert. Mit der Entstehung der ersten Supermärkte, wie Edeka, Spar und ähnlichen, wurde der Kunde anspruchsvoller. Das riesige Warenangebot war sehr verlockend. Alles unter einem Dach, Fleisch- und Käsetheke, Gemüse, Obst, Eier, Milch und dazu noch die riesigen Regale mit allen Arten von Konserven, Fertiggerichten, Nudeln und vielem mehr. Da war man mit dem Besuch eines einzigen Geschäftes mit dem kompletten Einkauf fertig, statt einmal durch die ganze Stadt von Geschäft zu Geschäft zu gehen. Im Supermarkt musste die Abfertigung an der Registrierkasse wegen der größeren Kundenzahl schneller werden. Die ersten elektronischen Registrierkassen hatten Tastenfelder und Warengruppen. Die Kassiererinnen tippten die Preise vom Etikett in die Tastatur ein und buchten den Kauf, ein Kassenbon gab dann die Gesamtsumme an. Die Supermärkte wuchsen immer mehr, mehr Waren, mehr Kunden, schnellere Registrierkassen wurden mit Scannern ausgerüstet, damit die Preise automatisch eingelesen werden können. Heute zieht die Kassiererin an der Registrierkasse den Artikel mit dem Preisschild über den Barcode Scanner und er wird gebucht. Das geht immer schneller, da die Geräte immer genauer werden. Das Problem, das früher die kleinen Geschäfte hatten, kommt jetzt auf die Supermärkte zu. Discounter haben sich in jeder Stadt mit mindestens einer Filiale breit gemacht. Gutes Warenangebot zu sehr günstigen Preisen sind Argumente, denen sich heute kein Kunde mehr verschließen kann. War in der Anfangszeit der Discounter der Einkauf dort noch mit langem Warten vor der Registrierkasse verbunden, haben heute gerade diese großen Ketten auf modernste Technik gesetzt. Denn der große Kundendurchsatz erfordert mehr Effizienz. So bekommen bei manchen Discountern die Kassiererinnen Prämien, wenn sie eine bestimmte Anzahl von Artikeln in einer bestimmten Zeit scannen können. Kundenzufriedenheit wird auch bei den Discountern immer ernster genommen, der Kunde dankt es, indem er immer öfter dort einkauft. Vor allem, weil die Discounter ihr erst kleines Warenangebot immer mehr erweitert haben. Nur selten kommt es vor, dass man das Gewünschte nicht vorfindet und dann doch noch in den normalen Supermarkt gehen muss. Selbst Frischfleisch wird mittlerweile fertig abgepackt in Kühlschränken angeboten. Die Supermärkte versuchen mit Renovierungsmaßnahmen, moderneren Registrierkassen und weiterer Vergrößerung der Warenpalette darauf zu reagieren. Wäre schade, wenn es ihnen auch wie den „Tante Emma“ Läden ergehen würde. Nur sehr qualitätsbewusste Käufer gehen noch regelmäßig in die Fleischerei oder zum Bäcker.
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